GmbH zur Immobilienverwaltung

Grundprinzip

Statt Immobilien im Privatvermögen zu halten, kann man diese auch durch eine GmbH erwerben und verwalten. Die Körperschaftssteuer, also die Steuer, die eine GmbH auf Gewinne zahlen muss, liegt bei nur 15% + Soli. Da die Tätigkeit der GmbH immer zu gewerblichen Einkünften führt, fällt zwar grundsätzlich Gewerbesteuer an, doch können Firmen, die ausschließlich eigenen Grundbesitz verwalten, ein Steuerprivileg in Anspruch nehmen und die Gewerbesteuer nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG komplett vermeiden. Ausschüttungen, also Zahlungen an die Gesellschafter, müssen allerdings zusätzlich mit der Abgeltungssteuer versteuert werden.

Entscheidend bei diesem Modell ist, dass keine Gewerbesteuer gezahlt werden muss. Hier kann jede gewerbliche Tätigkeit, die über die Immobilienverwaltung hinausgeht, das Steuerprivileg aushebeln, so dass Sie sich im Einzelfall sehr genau von einem Steuerberater beraten lassen sollten.

Vor- und Nachteile einer GmbH zur Immobilienverwaltung

Mit diesem Prinzip bestehen folgende Vorteile:

  • Gewinne, welche in der GmbH verbleiben, also beispielsweise zur Darlehenstilgung verwendet werden, werden sehr niedrig besteuert

Demgegenüber bestehen folgende Nachteile:

  • Die Gründung der GmbH sowie der Jahresabschluss verursachen Kosten
  • Sie können die Immobilie nicht nach 10 Jahren steuerfrei verkaufen
  • Sie können Instandhaltungskosten oder Modernisierungskosten nicht einfach von Ihrer Einkommenssteuer absetzen
  • Gewinne, die an die Gesellschafter ausgeschüttet werden, unterliegen einer ähnlich hohen Besteuerung wie ohne GmbH

Damit eignet sich eine immobilienverwaltende GmbH hauptsächlich in folgenden Fällen:

  • Eine Immobilie, die eine sehr hohe Rendite und hohe jährlich Gewinne macht, welche zur Tilgung oder zur Anschaffung weiterer Immobilien verwendet werden
  • Eine Immobilie, die nicht nach 10 Jahren wieder verkauft werden soll§ 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG
  • Damit die Kosten der GmbH Gründung und des Jahresabschlusses nicht zu sehr ins Gewicht fallen, sollte es sich um "größere" Projekte handeln.