Gebäudeanteil aus Sicht Finanzamt

Nur der Gebäudewert nicht aber der Grund und Boden kann steuerlich abgeschrieben werden. Aus diesem Grund ist ein möglichst hoher Gebäudewert vorteilhaft. Das Finanzamt ermittelt den Gebäudewert mit einer Arbeitshilfe, die Sie unter folgendem Link herunterladen können.

 

Diese Berechnung des Finanzamtes führt in ländlichen Regionen für Sie zu guten Ergebnissen (wobei Sie sich fragen sollten, ob das Investment dort gut ist:-)) und führt in Großstädten zu nachteiligen Ergebnissen. In Städten wie München führt es zu extrem schlechten Ergebnissen. Hier gibt es Gebäudeanteile von nur 25%. (Exkurs: Die Arbeitshilfe arbeitet nach dem Sachwertverfahren und vernachlässigt regionale Anpassungsfaktoren (da ja in teuren Städten auch das Bauen teurer ist als in strukturschwächeren Regionen).

 

Sie haben grundsätzlich folgende Möglichkeiten um ein besseres Ergebnis zu erzielen:

  • Sie können ein Gutachten von einem vereidigten Sachverständigen anfertigen lassen und damit einen höheren Gebäudeanteil beim Finanzamt durchsetzen
  • Sie können schon im Kaufvertrag eine Aufteilung des Kaufpreises auf Gebäude und Boden vornehmen, welche das Finanzamt unter bestimmten Voraussetzungen akzeptieren muss. Diese Aufteilung wird von Finanzamt aber nur akzeptiert, solange dagegen keine nennenswerten Zweifel bestehen.

 

Dieser Artikel stellt keine steuerliche Beratung dar und ersetzt keinesfalls die individuelle Beratung durch einen Steuerberater.